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Wo stehen wir und wie geht es weiter?

Ein bischen Wegweisung.

Was als ein Hackaton Projekt bei #WeVsVirus mit etwa 20 Personen begann, ist nun zu einem “kleinen Medizintechnikunternehmen” angewachsen. Stand gestern abend 22:17 hatten wir über 180 Personen, die sich im Google-Formular registrierten, 128 Follower auf Twitter und unzählige Menschen im Discord. 

In den vergangenen Tagen war das Management dieses “kleinen Medizintechnikunternehmens” auch ein tagesfüllender Beruf. Das ist sehr schön und ich (Sebastian Müller) spüre auch, dass wir viel erreichen können. Aber wir müssen meine Arbeitsbelastung reduzieren und unsere Tätigkeit strukturieren. Dabei soll es auf der einen Seite Spaß machen – viele wollen auch etwas lernen – aber auf der anderen Seite soll auch ein Produkt herauskommen, dass dann wirklich Menschen helfen kann.

Unsere Ziele

  • Wir wollen ein einfach zu bauendes Beatmungsgerät für Krisensituationen und für Gegenden in denen konventionelle Beatmungsgeräte nicht verfügbar sind entwickeln.
  • Dieses Gerät soll dann zum Einsatz kommen, wenn andere Optionen nicht verfügbar sind.
  • Das Gerät darf keinen Patienten weiter schädigen.
  • Konstruktionsanleitung und Software sind frei verfügbar; es besteht aus leicht zu beschaffenden Einzelteilen.
  • Wir vernetzen uns mit Experten und anderen Teams die ähnliche Projekte haben.

Unsere Arbeitsweise

  • Wir gehen wertschätzend miteinander um
  • Wir achten auf uns und andere, gerade in der Krise: keine Überlastung erzeugen. Es ist ein Marathon und kein Sprint. Und wir haben derzeit eine Krise, die uns privat und beruflich in vielerlei Punkten fordert und verunsichert.
  • Wir versuchen uns selbst zu organisieren und beachten den Grundsatz der Subsidiarität. Daher: Was die kleine Einheit regeln kann, muss nicht von oben geregelt werden. 
  • Wir sind offen: die Arbeitsergebnisse werden geteilt und veröffentlicht. Sie werden sauber dokumentiert.
  • Wir arbeiten non-profit. 
  • Wir achten auf unsere eigene Sicherheit, insbesondere bei Tests. Es stehen Testlungen zur Verfügung. 
  • Wir achten auf unser Zeitinvestment, ihr habt alle noch einen Tagesjob / Familien.
  • Wir motivieren uns gegenseitig (Vorschläge? HackerIn der Woche? virtueller Kaffeeklatsch?, …)
  • Kommunikation einfacher machen: Bitte verwendet Klarnamen und ladet ein Bild hoch. Bei der Vielzahl der Leute im Discord ist das echt schwierig, sonst den Überblick zu behalten.

Unsere technischen Roadmap

Im Laufe der kommenden Woche ist zu klären:

  • erste mechanische Prototypen (unterschiedliche Varianten: Arm, Band …)
  • Entscheidung über Art des Antriebs (Stepper, DC, Getriebe)
  • Spannnungsversorgung (12V/24V …)

Wir wollen jetzt mit dem Bau eines Prototyps beginnen!

  1. Beatmungsgerät: Motor ist mit dem Beutel verbunden und kann ein vordefiniertes Volumen abgeben.
  2. Das Volumen und die Frequenz können vom Nutzer verändert werden.
  3. Die Funktion und der Zustand des Gerätes werden von Sensoren überwacht. Diese Sensoren bemerken und melden als Alarm, wenn etwas nicht stimmt.
  4. Diese Sensoren überwachen auch die Interaktion mit dem Patienten. (z.B. Luftmenge, CO2, SPO2, …)
  5. Der maximale Druck, welcher im System herrscht muss eingestellt und überwacht werden können. Es gibt eine Möglichkeit die Drücke zu begrenzen (die teuren Ambubeutel können das, billige nicht), also Lugenprotektiv zu beatmen, und beim erreichen des Spitzendruck die Beatmung abzubrechen.
  6. Ausgelöst vom Patienten wird die Beatmung entweder durchgeführt, wenn der Patient selbst anfängt zu atmen oder wenn eine bestimmte Anzahl Atemzüge unterschritten wird.
  7. Über eine Benutzerschnittstelle werden Messwerte angezeigt (Atemvolumen, Atemzugvolumen, Minutenvolumen) und sind einfach und bediensicher einzustellen.
  8. Die erfassten Daten werden an eine zentrale Stelle zur Überwachung geleitet.
  9. Es können weitere Sensore zur Überwachung von Patient und Gerät angeschlossen werden.
  10. Wir streben eine “Zertifizierung” bzw. “Restricted-Use” an.

Während dieser Phase: ständige Kontrolle an Testlungen, Kontakt mit Medizinern.

Verantwortliche für Themenbereiche 

(Vorschlag – bitte bestätigen wenn ok)

Derzeit sind viele Menschen engagiert. Die Kommunikation die mich und Guido und andere aus dem Kernteam erreicht ist überwältigend aber auch nicht mehr überschaubar. Das muss gebündelt und strukturiert werden.

Deshalb schlagen wir folgende Themenbereiche und folgende “Abteilungsleiter” vor. Es soll sich dabei um 2 – 3 Personen handeln, die regelmäßig und verlässlich arbeiten (dafür auch Zeit haben) und auch an den Treffen des Kernteams teilnehmen und berichten können:

  • Kernteam: Guido Burger, Sebastian Müller, Gerlinde, Matthias, Benedikt, Klaus, Matti, Julian Feinauer, Lukas, Jonas, Ronja
  • Wir sehen folgende Arbeitsgruppen – nach euren Schwerpunkten, natürlich gibt es Austausch und Schnittstellen zwischen den Teams: Konstruktion / User Interface oder Sensorik / Steuerung / Elektrik …
  • Unterstützung bei Organisation: Björn Wanja und Martin Völker, 
  • Konstruktion: Lukas, Jonas (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Sensoren: Matthias und Matthias (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Elektrik: Bernd Seene, NN (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Steuerung / Controller: Guido, Klaus, NN
  • Design / User Interface: Lilli, Andre Eberle, NN
  • Zertifizierung: Marqua (?), Jochen Rau (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Industriekontakte: Julian Feinauer, Guido Burger
  • Website Technik: Dieter, NN 
  • Website Inhalte: NN, da muß sich jemand drum kümmern 
  • Twitter: Lukas Thijs
  • Produktion: Jochen Rau, Julian Feinauer (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Fundraising: erst Ziele definieren: was brauchen wir? was benötigen wir? welche Möglichkeiten gibt es? Sondierung: Sven Zeisberg, Benedikt (ich habe euch einfach mal reingeschrieben)
  • Hier fehlen sicher Themenbereiche. Deshalb gilt auch hier der Grundsatz der Selbstorganisation.

regelmäßiges Reporting

Bitte jeden Abend um gegen 18:00 in den Ordner „Protokolle / 18:00 Status Berichte“ auf gdrive einen kurzen Bericht zum aktuellen Stand machen. Entweder Textdatei oder Präsentation. Ziel ist das wir im Managementteam und andere Teams sehen könnt wo ihr steht und auch das Neulinge sich schnell einlesen und zurechtfinden können.

regelmäßige Calls

  • das Kernteam hat Dienstags und Donnerstags 20:00 eine Videokonferenz (jeder darf zuhören). Protokoll im Protokoll Ordner.
  • andere Teams legen eigenverantwortlich ihre regelmäßigen Runden fest und schreiben darüber auch Protokoll.

Dokumentation  

Zwischenstände + alles was nach außen kann: GitHub

interne Dokumentation: Gdrive

Repository: Gdrive

twitter: kurze Statusupdates nach außen

Website / Blog: generelle Projektinfos für die Öffentlichkeit

Bitte achtet immer auch auf entsprechende Quellenangaben.

Organisatorische Roadmap

Sebastian hat gerade mit dem Marburger Team telefoniert, diese werden im Laufe der kommenden Woche ein Gerät auf CPAP Basis in die Massenproduktion bringen. Dazu bekommen sie von uns Hilfe beim Testen. 

Klar ist: Wir können nicht in zwei oder drei Wochen ein Gerät entwickeln, welches alle Zielvorgaben von uns erfüllt. Üblicherweise brauchen auch Zertifizierungen viele Monate. Daher: wir sind bei einem Marathon (oder eher Vier-Tage-Marsch) als bei einem Sprint. 

Guido ist im Austausch mit dem RWTH Aachen Team, im Discord sind deren CAD Daten, wir tauschen uns zur Steuerung aus. 

Guido nimmt am “#BuildforCOVID19 Global Online Hackathon” in Absprache teil und verlinkt dort unser Projekt als “DIY-Respirator”, der Hackathon hat den Fokus auf die Einbindung in den klinischen Ablauf (Alarmmeldung, predictive maintenance, wie sammeln wir Daten zur Verbesserung aus dem Feldbetrieb, …)

Wir hoffen im Laufe der kommenden Woche folgendes zu klären:

  • Beteiligung an weiteren Wettbewerben und Hackathons
  • Einrichtung eines Vereinskontos bzw. Spendenkontos bei einem anderen Verein, der uns hilft
  • Pressekontakte
  • Professionalisierung von Organisation

Euch allen vielen Dank für eure Bemühungen, eure Hilfe. 

Euch allen auch ein schönes Wochenende und bleibt gesund.

Euer Sebastian Müller und Guido Burger


2 Replies to “Wo stehen wir und wie geht es weiter?”

  1. Heinz Baumstark

    Hallo,
    da habt Ihr Euch aber etwas vorgenommen,dennoch ich halte es eigendlich für etwas gefährich und unverantwortlich. Klar Ihr wollt alles prüfen und testen lassen.Soweit ist das ja auch ok, stell ich mir aber auch etwas schwierig vor.
    Mit einem Post in einem Arduino Forum kam ein neuer User mit der Idee sowas zu bauen, und wollte wissen wie man einen Schrittmotor ansteuert. Die anderen Teile wollte er auf seinem Drucker dann drucken. Ich denke wenn jetzt jeder „Irre“ anfängt seine eigene Beatmungshilfe zu bauen , ohne den technischen und medizinischen Backroud zu haben, um sie bei sich oder seinen Elter, Großeltern zum Einsatz zu bringen, kann das nicht im Sinn der Sache sein. Also bringt bitte einen eindringlichen Hinweis auf Eure Seite unter.

    mit freudlichen Grüßen
    Heinz Baumstark

    • Björn Wanja

      Hallo Hans!
      Wir sind mittlerweile ein sehr großes Team und fast schon ein Unternehmen.
      Wir haben mehrere hundert Ingenieure und auch einige Ärzte.
      Wir haben eigene AGs, die sich ausschließlich mit Fragen der Anforderungen und Zertifizierung beschäftigen.
      Uns geht es also keineswegs darum, einfach möglichst schnell irgendein 3D-Druck Gerät „auf den Markt“ zu bringen.
      Vielen Dank dennoch für deine Nachricht!

      Viele Grüße,

      Björn Wanja

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